Kommunikation: Unterschied zwischen den Versionen
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Ohne Kommunikation ist Leben nicht denkbar - das beginnt mit den genetischen Codes von Lebewesen, den naturwissenschaftlichen Kommunikationsregeln in Form von Naturgesetzen, welche das Leben in Raum und Zeit bestimmen, und endet mit der "Kommunikation der Kommunikationen untereinander" in sozialen Räumen oder sozialen Systemen frei nach Niklas Luhmann. | '''Ohne Kommunikation ist Leben und Zusammenleben nicht denkbar''' - das beginnt mit den genetischen Codes von Lebewesen, die Bauplan und Funktionen ihres Organismus bestimmen, setzt sich fort in den naturwissenschaftlichen Kommunikationsregeln in Form von Naturgesetzen, welche das Leben in Raum und Zeit bestimmen, und endet mit der "Kommunikation der Kommunikationen untereinander" in sozialen Räumen oder sozialen Systemen frei nach Niklas Luhmann. | ||
'''MERKE:''' Mit der Güte der Kommunikation steht und fällt der Zusammenhalt und die Wirkmächtigkeit der Gruppe nach innen und außen. | '''MERKE:''' Mit der Güte der Kommunikation steht und fällt der Zusammenhalt und die Wirkmächtigkeit der Gruppe nach innen und außen. | ||
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'''MERKE:''' "Gute" Kommunikation bedeutet "gutes" Leben für alle innerhalb und außerhalb einer Gruppe. Voraussetzung dafür ist eine wirklichkeitsbewusste, an der Wirklichkeit orientierte Auseinandersetzung mit jenen Problemen, die eine Gruppe bewegen: Probleme können im Konsens gelöst werden. Die Gruppe ist in sich einig bzw. integriert und nach innen und außen wirkmächtig. Sie verständigt sich koordiniert mit Nicht-Mitgliedern der Gruppe und löst so Aufgaben und Probleme, die diese Nicht-Mitglieder an die Gruppenmitglieder herangetragen haben. Die Gruppe bleibt bestehen. | '''MERKE:''' "Gute" Kommunikation bedeutet "gutes" Leben für alle innerhalb und außerhalb einer Gruppe. Voraussetzung dafür ist eine wirklichkeitsbewusste, an der Wirklichkeit orientierte Auseinandersetzung mit jenen Problemen, die eine Gruppe bewegen: Probleme können im Konsens gelöst werden. Die Gruppe ist in sich einig bzw. integriert und nach innen und außen wirkmächtig. Sie verständigt sich koordiniert mit Nicht-Mitgliedern der Gruppe und löst so Aufgaben und Probleme, die diese Nicht-Mitglieder an die Gruppenmitglieder herangetragen haben. Die Gruppe bleibt bestehen. | ||
'''MERKE:''' "Schlechte" Kommunikation bedeutet "schlechtes" Leben für alle innerhalb und außerhalb einer Gruppe. Voraussetzung dafür ist eine wirklichkeitsferne, nicht an der Wirklichkeit orientierte Auseinandersetzung mit jenen Problemen, die eine Gruppe bewegen: Probleme können nicht im Konsens gelöst werden. Die Gruppe ist in sich uneinig | '''MERKE:''' "Schlechte" Kommunikation bedeutet "schlechtes" Leben für alle innerhalb und außerhalb einer Gruppe. Voraussetzung dafür ist eine wirklichkeitsferne, nicht an der Wirklichkeit orientierte Auseinandersetzung mit jenen Problemen, die eine Gruppe bewegen: Probleme können nicht im Konsens gelöst werden. Die Gruppe ist in sich uneinig bzw. desintegriert und nach innen und außen ohnmächtig. Sie verständigt sich unkoordiniert mit Nicht-Mitgliedern der Gruppe und löst so keine Aufgaben und Probleme, die diese Nicht-Mitglieder an die Gruppenmitglieder herangetragen haben. Die Gruppe zerfällt. | ||
MERKE: | '''MERKE:''' „Die eigentliche Ursache des Leids liegt in unserer Unwilligkeit, Tatsachen als reelle Tatsachen und Ideen als bloße Ideen zu sehen, und dadurch, dass wir ununterbrochen Tatsachen mit Konzepten vermischen. Wir tendieren dazu, Ideen für Tatsachen zu halten, was Chaos in der Welt schafft.“ <ref> </ref> | ||
'''MERKE:''' "Mensch kann nicht nicht kommunizieren." So lautet ein bekanntes Wort des Kommunikationsforschers [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Watzlawick Paul Watzlawick]. In seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Watzlawick#Kommunikationstheorie konstruktivistischen Kommunikationstheorie] benennt er fünf [https://de.wikipedia.org/wiki/Metakommunikatives_Axiom | '''MERKE:''' "Mensch kann nicht nicht kommunizieren." So lautet ein bekanntes Wort des Kommunikationsforschers [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Watzlawick Paul Watzlawick]. In seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Watzlawick#Kommunikationstheorie konstruktivistischen Kommunikationstheorie] benennt er fünf [https://de.wikipedia.org/wiki/Metakommunikatives_Axiom metakommunikative Axiome], deren erstes die Unmöglichkeit des Nicht-Kommunizierens beschreibt. | ||
==Anmerkungen== | |||
[1] Watzlawick-Zitat in: Daniel Krähenbühl: Rezension zu: Paul Watzlawick – die Biografie. [https://www.systemis.ch/fileadmin/img/content/PDFs/Other/Literatur/Watzlawick_Biografie.pdf systemis.ch/ ... / Watzlawick-Biografie.pdf] Seite 1 | |||
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Version vom 18. Februar 2022, 18:39 Uhr
Ohne Kommunikation ist Leben und Zusammenleben nicht denkbar - das beginnt mit den genetischen Codes von Lebewesen, die Bauplan und Funktionen ihres Organismus bestimmen, setzt sich fort in den naturwissenschaftlichen Kommunikationsregeln in Form von Naturgesetzen, welche das Leben in Raum und Zeit bestimmen, und endet mit der "Kommunikation der Kommunikationen untereinander" in sozialen Räumen oder sozialen Systemen frei nach Niklas Luhmann.
MERKE: Mit der Güte der Kommunikation steht und fällt der Zusammenhalt und die Wirkmächtigkeit der Gruppe nach innen und außen.
MERKE: "Gute" Kommunikation bedeutet "gutes" Leben für alle innerhalb und außerhalb einer Gruppe. Voraussetzung dafür ist eine wirklichkeitsbewusste, an der Wirklichkeit orientierte Auseinandersetzung mit jenen Problemen, die eine Gruppe bewegen: Probleme können im Konsens gelöst werden. Die Gruppe ist in sich einig bzw. integriert und nach innen und außen wirkmächtig. Sie verständigt sich koordiniert mit Nicht-Mitgliedern der Gruppe und löst so Aufgaben und Probleme, die diese Nicht-Mitglieder an die Gruppenmitglieder herangetragen haben. Die Gruppe bleibt bestehen.
MERKE: "Schlechte" Kommunikation bedeutet "schlechtes" Leben für alle innerhalb und außerhalb einer Gruppe. Voraussetzung dafür ist eine wirklichkeitsferne, nicht an der Wirklichkeit orientierte Auseinandersetzung mit jenen Problemen, die eine Gruppe bewegen: Probleme können nicht im Konsens gelöst werden. Die Gruppe ist in sich uneinig bzw. desintegriert und nach innen und außen ohnmächtig. Sie verständigt sich unkoordiniert mit Nicht-Mitgliedern der Gruppe und löst so keine Aufgaben und Probleme, die diese Nicht-Mitglieder an die Gruppenmitglieder herangetragen haben. Die Gruppe zerfällt.
MERKE: „Die eigentliche Ursache des Leids liegt in unserer Unwilligkeit, Tatsachen als reelle Tatsachen und Ideen als bloße Ideen zu sehen, und dadurch, dass wir ununterbrochen Tatsachen mit Konzepten vermischen. Wir tendieren dazu, Ideen für Tatsachen zu halten, was Chaos in der Welt schafft.“ <ref> </ref>
MERKE: "Mensch kann nicht nicht kommunizieren." So lautet ein bekanntes Wort des Kommunikationsforschers Paul Watzlawick. In seiner konstruktivistischen Kommunikationstheorie benennt er fünf metakommunikative Axiome, deren erstes die Unmöglichkeit des Nicht-Kommunizierens beschreibt.
Anmerkungen
[1] Watzlawick-Zitat in: Daniel Krähenbühl: Rezension zu: Paul Watzlawick – die Biografie. systemis.ch/ ... / Watzlawick-Biografie.pdf Seite 1
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